Sonntag, 14. Februar 2016

Rezi Renée Ahdieh – Zorn und Morgenröte





16,99 €

ONE Verlag
HARDCOVER
JUNGE ERWACHSENE
397 SEITEN
ISBN: 978-3-8466-0020-7
ERSTERSCHEINUNG: 12.02.2016



Buchcover: Die Hardcoverausgabe hat einen unglaublich verzaubernden Schutzumschlag, der schon einlädt, in ein mystisch orientalisches Märchen aus 1001 Nacht. Die bronzefarbenen Blumenranken und der Schriftzug legen sich sanft auf das cobaltblaue Hintergrundbild nieder und das bernsteinfarbene Auge das dich genau anblickt ist einfach nur ansprechend und macht Lust auf Mehr.


Inhalt: Das ganze Volk von Chorasan lebt in Angst und Schrecken, seit der junge Herrscher Chalid begonnen hat, jeden Tag ein anderes Mädchen zu heiraten, nur um sie am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang hinrichten zu lassen.
Shahrzad hat auf diese Weise ihre beste Freundin Shiva an den Kalifen verloren. Nun will sie nur noch eins: ihre Freundin rächen. Sie meldet sich freiwillig als Braut und hat doch nur ein Ziel: überleben und den Mann töten, der ihr die Freundin genommen hat. Im Angesicht der Morgenröte beginnt Shahrzad, Chalid eine Geschichte zu erzählen. Und tatsächlich: Sie bekommt einen Tag Aufschub. Doch mit den Geschichten und den Nächten, die vergehen, muss Shahrzad erkennen, dass der junge Kalif nicht der Tyrann ist, für den ihn alle halten. Und dass in seinem prächtigen Palast Geheimnisse verborgen liegen, die noch schrecklicher sind als seine Taten. ( Klappentext)


Sprachstil: Die Autorin hat einen sehr außergewöhnlichen Schreibstil und schafft es sofort mein Interesse zu wecken und dieses auch fortwährend beizubehalten. Mit ihrem bildhaften Ausdruck, die Dinge zu beschreiben, stellt sie immer wieder Vergleiche mit typisch orientalischen Gegenständen oder Landschaften an, sodass man ein sehr genaues Bild vor Augen hat beim Lesen.


Charaktere: Die Protagonistin Sharzi, wie sie liebevoll genannt wird von ihren Freunden, ist eine sehr mutige, weise und bezaubernde Person, wobei ich das etwas unglaubhaft finde für ein 16-jähriges Mädchen, als welches sie hier dargestellt wird. Ansonsten besticht sie mit ihrer Klugheit und ihrem Einfallsreichtum und macht diese Geschichte zu etwas ganz Besonderem. Auch der Kalif ist sehr interessant und geheimnisumwoben, aber dennoch habe ich mit ihm sympathisiert, trotz dass er oft als „Ungeheuer“ in dem Buch betitelt wird. Auch erfahren wir gen Ende des Buches, aus welchem Grund er so furchtbare Handlungen begeht, was wiederum mehr zur Akzeptanz seines Charakters führt.
Die weiteren Nebencharaktere sind ebenfalls gut ausgearbeitet und es macht Spaß, ihren Dialogen zu folgen.



Stimmung: Ein absolutes Lesevergnügen hat mich während des gesamten Buches begleitet und man hat wirklich sämtliche Gefühlswelten mit den Charakteren erlebt, von Freude, Neugier, Spannung, Aufregung, Mitleid, Wut Trauer, aber auch Verständnis. Mehr geht einfach nicht und die Autorin hat absolut alle Register gezogen und alles aus dieser Geschichte herausgeholt, was an Emotionen machbar war.


Meinung/Fazit: Die Autorin hat mit ihrem ersten Roman eine Welt erschaffen, die mich absolut in Ihren Bann ziehen konnte. Die Geschichte ist ein gelungener Twist zwischen Modernem Märchen und die Erzählung einer orientalischen Kultur, welche zum Leben erwacht. Als sich Sharzi in die Höhle des Löwen wagt, um das Unmögliche zu versuchen, habe ich von erster Minute an mit ihr gelitten und gefiebert, sie zog mich durch Ihre Charakterstärke zusehends in den Bann der Geschichte. Ebenfalls das Märchen in der Geschichte, welches sie dem Kalifen erzählt, ist typisch orientalisch und man taucht ein in eine komplett vergessene und wunderschöne Welt ein. Mir fiel es sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen und ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil weiterzulesen.  

Bewertung 5 Sterne

Dienstag, 9. Februar 2016




Rezi- Dave Eggers „Der Circle“




Buchcover: Die Taschenbuch-Ausgabe hat ein sehr ansprechendes Cover, die Materialverwendung ist hochwertig und liegt super angenehm in der Hand. Der Schwarz/ Orange/Silber Kontrast ist farblich gut miteinander abgestimmt und durch das Symbol wird man neugierig gemacht, was es damit auf sich haben könnte. Mir gefällt es immer sehr, wenn Farbe oder Muster des Covers im Buch selbst mit der Geschichte verknüpft sind, man merkt auch die Buchgestaltung hat sich Gedanken gemacht.

Inhalt/Klappentext: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles … 

Sprachstil/Stilmittel: Ein wirklich spannender und fesselnder Schreibstil, lässt Raum für unglaubliche Gedankengänge und hat in mir sehr viel ausgelöst. Ich konnte mir alles so gut vorstellen, was sich in dieser Geschichte abspielte und zwischenzeitlich bekam ich Gänsehaut, da es einem sehr skurril und gruselig erscheint, sollte es Realität annehmen.

Charaktere/Handlungsort: Von Anfang an konnte ich das Handeln der Protagonistin Mae nicht nachvollziehen und man wollte sie am liebsten immer wieder schütteln und zur Besinnung rufen, da Ihre Naivität und Beeinflussbarkeit schon sehr grenzwertig waren, aber durch ihr übertriebenes Handeln auch aufgezeigt wird, wie schnell eigentlich positive Ideen in negatives Handeln umschwenken können, ohne dass man sich dessen zu Beginn bewusst ist.
Insgesamt sind die Charaktere allesamt sympathisch gewesen und auch gut ausgearbeitet, man hatte einen guten Überblick über die Anzahl und konnte jede fiktive Person mit einem bestimmten Charakterzug identifizieren und sie hatten somit guten Wiedererkennungswert.
Die Handlungsorte beliefen sich in Kalifornien, hauptsächlich auf dem Campusgelände des Konzerns „Der Circle“ und den Wohnort von Maes Eltern.

Stimmung: Die Stimmung, die das Lesen des Buches in mir auslöste war zu Beginn noch sehr heiter und neugierig, was sich dann jedoch stetig in besorgniserregende Spannung umwandelte.
Der Autor hat sehr gut konstruiert, welche Gefühlswelten sich einem eröffnen sollten und das durchgehend mit Erfolg.

Meinung/Fazit: Dieses Buch hat mich so umgehauen und den Nerv der Zeit so unglaublich getroffen, hat mich immer wieder während des Lesens mit den Gedanken abschweifen lassen und angeregt zu neuen Gedankengängen. Die Thematik ist mir bislang noch nicht begegnet in einem Buch und deshalb hat es hier einen klaren Vorteil, was sich in der Bewertung bemerkbar macht. Die Botschaft besticht mit Aktualität und einem leicht moralisch erhobenen Zeigefinger. Genau aus diesem Grund sollte man immer vorher überlegen, welche Tragweite und Konsequenzen das eigene Tun und Handeln hat.

Bewertung:  5 Sterne 

Samstag, 28. November 2015

Buchtipp [Rezension] Rowan Coleman -

                „Zwanzig Zeilen Liebe“


Inhalt:

In diesem Roman geht es im wesentlichen um drei Hauptakteure, aus deren Sichtweise sich die einzelnen Kaptiel abwechselnd gliedern und jeweils aus der Ich-Perspektive verfasst sind.
Zum einen ist da Stella, angestellt als Krankenschwester in einem Hospiz und man erfährt relativ viel über Ihr Privatleben. Aufgrund ihrer besonders liebevollen Art, die Patientin zu betreuen, beauftragen diese Sie immer öfter Briefe zu verfassen. Letzte Zeilen an die Hinterbliebenen zu schreiben und Sie nach dem Tod des jeweiligen Patienten, dem gewünschten Adressaten zu überreichen.
Zum anderen ist da Hope, ein junges Mädchen Anfang 20 mit der Krankheit Mukoviszidose, die ebenfalls ins Hospiz eingewiesen wird. Ihr bester Freund Ben ständig an Ihrer Seite, versucht seine leicht depressive und sich immer mehr isolierende Freundin aufzuheitern und Sie ins soziale Leben zurück zu manövrieren.
Zu guter Letzt ist da Hugh, ein Historiker Anfang der 40er, auch leicht fernab des sozialen Miteinanders, fädelt sich auch seine Geschichte immer mehr in die Handlung mit ein, bis alle drei Handlungsstränge sich miteinander verflechten.



Erschienen am 31.08.2015 im Piper Verlag
Übersetzt von: Marieke Heimburger
416 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-492-06017-2
€ 14,99 [D], € 15,50 [A]


Meinung:

Von Beginn an riss mich dieses Buch mit seiner spannenden und sogleich auch sehr sensiblen Thematik auf seine Seite. Während man immer abwechselnd aus verschiedenen Sichtweisen der drei Hauptakteure in diesem Roman erzählt bekommt, tauchen zwischendrin diese sogenannten Briefe auf. Dennoch betreffen diese Briefe keine Personen, um die es in der Erzählung geht, sondern sind ganz unabhängig von irgendwelchen unbekannten Personen hier immer mal wieder mit eingeflochten. Diese Briefe sind dennoch so emotional ergreifend und mit einer unglaublichen Feinfühligkeit geschrieben, dass trotz des unbekannten Menschen, der dahinter steckt oder angesprochen wird, eine spürbare Verbindung geschaffen wird, die mich immer wieder zum heulen brachte und dies nicht wenig.
An so vielen Stellen musste ich das Buch beiseite legen, da ich immer wieder Zeit brauchte das Gelesene zu verarbeiten oder darüber nachzudenken, was wirklich nicht viele Bücher schaffen.
Die Spannung wurde stets aufrecht erhalten, ich hatte keine Minute das Gefühl, ich würde mich an irgendeiner Stelle langweilen.
Die Autorin hat mit Ihrem Werk bei mir eine unglaubliche Atmosphäre ausgelöst, die von so vielen unterschiedlichen Gefühlen gespickt war, das man es nur schwer in Worte fassen kann.
Das Ende des Romans ist glücklicherweise nicht offen geblieben, sonst wäre ich wahrscheinlich auch wahnsinnig geworden und hätte noch ein paar Graue Haare bekommen, aber wie das ausgeht, solltet ihr unbedingt selbst herausfinden.

Dienstag, 17. November 2015








Macht mit und stimmt bis zum 24.11.2015 für das Buch eurer Wahl 2015 bei Lovelybooks.de

Buchrezension- Timur Vermes " Er ist wieder da"

Inhalt:

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin- Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere - im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und
"Gefällt mir"- Buttons.


Bastei Lübbe Verlag 2014  S.394 - 9,99€


Meinung:

Das Buch hatte insgesamt einen tollen Unterhaltungswert und müsste ich es benoten, würde dieses Buch 3 von 5 Sternen von mir bekommen. Die Idee, welche der Autor hat(te), ist sehr speziell und meiner Meinung nach auch sehr mutig, wobei ich hier jede politische und gesellschaftskritische Diskussion abwenden möchte. Für mich hatte es lediglich den fiktiven und satirischen Hintergrund, ohne dass ich mir die Frage stellen wollte:" Oh mein Gott, könnte uns sowas tatsächlich mal passieren?" Davon hab ich mich zu Beginn des Lesens abgegrenzt, um einfach viel heiterer und mit größerem Lesespaß hier ran zugehen.
Da dieses Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben worden ist, hat man schon tiefe Einblicke in das Gedankengut des Protagonisten bekommen und auch hin und wieder mal mit ihm sympathisiert, was ich auch gar nicht schlimm finde. ( ist ja auch nur ein Buch) Zu Beginn war für mich der Spannungsbogen noch etwas höher, was dann aber leider während des Lesens immer mehr nachließ, da nicht allzu viel Handlung aufkam und mir die ein oder andere unerwartete Wendung gefehlt hat, um es zum 5-Sterne-Buch zu machen.  Trotzdem war es mit vielen Lachern gespickt und ich würde das Buch weiter empfehlen, jedoch sollte man nicht unbedingt mit riesigen Erwartungen an das Lesen heran gehen.

Dienstag, 6. Oktober 2015


Halli Hallo,


in dem ersten Post möchte ich kurz was zu meiner Person sagen.
Ich heiße Cindy, bin 25 Jahre alt und liebe es zu lesen, seit ich ein kleiner Knirps bin. 
Schon mit 11 Jahren ging ich gemeinsam mit meiner Mutter in die Bücherei und fand mich dort in einer eigenen kleinen Welt wieder. 
Währen meiner Sturm- und Drangzeit hat sich dieses Hobby dann kurzweilig verflüchtigt, aber seit 3 Jahren bin ich wieder aktiv unter die Vielleser gegangen und finde es total toll, dass man hier in diesen Blogs auf Gleichgesinnte trifft, mit denen man sich auch mal ausführlich über die gelesenen Bücher austauschen kann, das hat mir bislang gefehlt.
Da ich noch ein ziemlicher Anfänger auf dem Blogging-Gebiet bin, freue ich mich über jeden nützlichen Post und Kommentar =)

Bis dahin, liebe Grüße eure Cinderella